Termine 2017

09.6.2017        19.00 Uhr Jahreshauptversammlung
                       „Zur Krone“
                       Frankfurter Straße 12
                       36391 Sinntal/OT – Altengronau
                       Tel. 06665 – 919035
                     

22.05.2017    Teilnahme der IPS  an der 8. AG „Dialogverfahren“  in Rodenbach


25.04.2017    Teilnahme der IPS an der 9. AG  „Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens“
                       in Bad Soden – Salmünster


22./23.04.2017 Info -Stand im Rahmen des Schachblumenfestes in Obersinn


20.04.2017    Besuch der Infoveranstaltung durch die DB-Netz AG in Schlüchtern


14.03,2017    Teilnahme der IPS an der 9. AG Hanau – Gelnhausen in Rodenbach


16.02.2017    „Runder Tisch“ für alle Mandatsträger der betroffenen Kommunen im Suchraum
                      Region Spessart mit dem Thema: „ABS/NBS Hanau – Fulda/Würzburg“ in Marjoß


10.02.2017    Teilnahme der IPS an der 7. AG „Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens“
                       in Neuhof


06.02.2017      Teilnahme der IPS an der 3. AG „Südkorridor“ in Aschaffenburg


25.01.2017        Teilnahme der IPS am 8. Treffen der Arbeitsgruppe „Vorbereitung des    
                           Raumordnungsverfahrens“ in Bad Soden - Salmünster

16.01.2017    Besuch der Info – Veranstaltung durch die Stadt Steinau und Bürgerinitiativen
                      in Steinau

Termine 2016

21.11.2016        Teilnahme der IPS auf dem Podium im Rahmen der Informationsveranstaltung zum    
                           „Stand der Trassensuche im Raum nordöstlich von Gelnhausen“ in Neuhof

15.11.2016        Teilnahme der IPS am 8. Treffen der Arbeitsgruppe Hanau – Gelnhausen


14.11.2016         Teilnahme der IPS auf dem Podium im Rahmen der Informationsveranstaltung    
                           zum „Stand der Trassensuche im Raum nordöstlich von Gelnhausen“ in  
                           Wächtersbach


 8.11.2016          Teilnahme der IPS am 7. Treffen der Arbeitsgruppe „Vorbereitung des       
                           Raumordnungsverfahrens“


10.10.2016         Teilnahme der IPS auf dem Podium im Rahmen der „Informationsveranstaltung für   
                            politische Mandatsträger zum Ausbauabschnitt Hanau – Gelnhausen“


13.09.2016         Teilnehme der IPS an der 6. Sitzung des Dialogforums Hanau – Wuerzburg/Fulda


 7.09.2016          Teilnahme der IPS an dem 6. Treffen der Arbeitsgruppe „Vorbereitung des
                           Raumordnungsverfahrens“


26.06.2016         Informationsstand der IPS auf der 200/150 Jahresfeier  in Emmerichsthal


22.06.2016             19.00 Uhr Teilnahme an Podiumsdiskussion der Bürgerinitiativen
                                      in der Stadthalle Schlüchtern


21.06.2016             7. Arbeitsgruppe Hanau – Gelnhausen

28.04.2016             5. Dialogforum in Wächtersbach

23./24.06.2016       Info Stand am Schachblumenfest in Obersinn

19.04.2016            6. Arbeitsgruppe Hanau – Gelnhausen

11.04.2016            Arbeitsgruppe Südkorridor

11.03.2016            Teilnahme an der 5. Sitzung des Dialogforums in Rodenbach

18.03.2016            19.30 Uhr Jahreshauptversammlung der IPS im
                                           Cafe Charlott,
Distelbachstr. 19,Marjoß

                              Vortrag: Dr Carsten Nowak/Senckenberg Forschungsinstitu Gelnhausen
                                          „Die Rückkehr der Wildtiere – Otter, Luchs und Wildkatze brauchen
                                            unzerschnittene Lebensräume.“

Termine 2015

22.01.2015            Scoping – Termin
                            Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens für den Suchraum nordöstlich von Gln


25.02.2015            Arbeitsgruppe “Verkehrliche Konzeption Hanau – Gelnhausen
                            Zusammenfassung der Rückmeldung zu den Bewertungskriterien für                                                    das Variantenmanagement


27.03.2015            Jahreshauptversammlung

18.+19.04.2015     Info – Stand Schachblumenfest in Obersinn

11.05.2015           Teilnahme an der 3. Sitzung des Dialogforums in Neuhof

16.06.2015           Teilnahme an der 4. Sitzung des Arbeitsgruppe Hanau – Gelnhausen in
                            Rodenbach

22.07.2015           Teilnahme an der 3. Sitzung der Arbeitsgruppe „Vorbereitung des
                            Raumordnungsverfahrens“

August 2015         Übermittlung des Unterrichtungsschreibens der beteiligten Regierungen              
                            Darmstadt, Kassel und der Regierung von Unterfranken zur Festlegung
                            des Untersuchungsrahmens gemäß § 5 Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz
                            für das Raumordnungsverfahren  ABS/NBS Hanau – Würzburg/Fulda

15.09.2015           Teilnahme an der 4. Sitzung des Dialogforums in Hanau

17.09.2015            Info Abend-Veranstaltung der IPS in Bad Orb
                            Vorträge:
                            Christian Behrendt/Pro Bahn – „ Trassenwahl und Deutschlandtakt
                                                                                 Eisenbahn muss funktionieren“
                            Helga Koch/IPS       „Risiken einer Spessart – Durchquerung“
                                                                Folgen für Bad Orb und die Region

17.11.2015            Teilnahme an der 5. Sitzung der Arbeitsgruppe Hanau – Gelnhausen in
                            Hasselroth-Niedermittlau

10.12.2015            Teilnahme an der 4. Sitzung der Arbeitsgruppe „Vorbereitung des
                            Raumordnungsverfahrens

Termine 2014

10.12.2014    Dialogforum Hanau-Würzburg/Fulda
                         2. Sitzung der Arbeitsgruppe
                         Verkehrliche Konzeption  Hanau – Gelnhausen

Nov 2014       Alexander Hoffmann, MdB übergibt im Beisein von Peter Tauber, MdB
                        10678 Unterschriften im Namen der IPS an den Bundesverkehrsminister
                        Alexander  Dobrindt  gegen eine evtl. Trassenführung durch den Nordspessart

28.11.2014    letzter Abgabetermin der  Raumwiderstände für den Suchkorridor  der
                        ABS/NBS Hanau-Würzburg/Fulda durch Fachbehörden, Kommunen, Verbände
                        und Initiativen  

18.11.2014   Sitzung des Dialogforums Hanau – Würzburg/Fulda
                        Vorstellung des aktuellen Planungsstandes
                        Bericht aus den Arbeitsgruppen

04.11.2014     Arbeitsgruppe“Konzeption/Verbesserung Südkorridor ABS Hanau – Nantenbach

30.09.2014    2. Treffen der Arbeitsgruppe „Vorbereitung der Antragskonferenz für das
                         Raumordnungsverfahren

16.09.2014    Arbeitsgruppe “Verkehrliche Konzeption Hanau – Gelnhausen“

23.07.2014    Arbeitstreffen: Vorbereitung der Antragskonferenz(Scoping –Termin)

11.07.2014    1. Sitzung des Dialogforums Hanau – Würzburg/Fulda

13.05.2014    Bürgerinformationsveranstaltung zum aktuellen Planungsstandes
                         der Aus-/Neubaustrecke Hanau-Würzburg/Fulda in Gelnhausen mit Politik, DB AG und
                         Naturschutzverbänden, Bürgerinitiativen …......


INITIATIVE PRO SPESSART
15 Jahre Widerstand gegen eine Nordspessart-Bahntrasse

Wir würden gerne mit Ihnen/Euch 15 Jahre
Widerstand gegen den B-/(W)ahnsinn einer
möglichen Bahntrasse durch den Nordspessart begehen.

Wann? 17.10.2014 um 19.00 Uhr
Wo? Mehrzweckhalle Obersinn/Bayern, Schulgasse 7

Begrüßung durch 1. Vors. Rainer Schreiber
15 Jahre IPS – Geschichte
Grußworte
PPT-Vortrag: „Unser Spessart – Schatztruhe der Biodiversität“
Referent: Hartwig Brönner, Landesbund für Vogelschutz in
Bayern e.V.
Vortrag: Christian Behrendt/Pro Bahn
Diskussion
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Wann ? 19.10.2014 von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Wo ? Junkers Scheune/nahe Mernes/Hessen

Infostand
Führungen durch eine noch intakte Natur
mit R. Loos/IPS und R. Ziegler/NABU
Kaffee und Kuchen (Landfrauen Mernes)
Bratwurst und Steak vom Grill
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Stellungnahme Felbinger
Kinzigtal Teil1Kinzigtal Teil2InfoterminDi. 13. Mai 2014, 18.00Uhr

Bürgerinformationsveranstaltung
Ausbau-/Neubaustrecke Hanau-Würzburg/Fulda

Main-Kinzig-Forum
Barbarossasaal A.01.091
Barbarossastraße 16 - 24
63571 Gelnhausen

4.04.2014 um 19.30Uhr - Jahreshauptversammlung am im Cafe Charlott in Marjoß

22.01.2014  Zeitungsartikel der FAZ

25.02.2014 - 19.30h - Sitzung mit den Naturschutzverbänden

Termine 2013

26.11.2013
Sitzung des erweiterten Vorstandes der IPS mit den Naturschutzverbänden.

24.10.2013 Mainpost
Kritik der Initiative Pro Spessart an Bahnplänen
Artikel lesen

13.10.2013 - Mainpost
Nordspessarttrasse im Planentwurf für 2015
Artikel lesen

28.08.2013

Stellungnahme zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes, Kategorie D
Nordspessarttrasse an
- Bundesverkehrsministerium Berlin
- Hess. Ministerpräsident Volker Bouffier
- Bayr. Ministerpräsident Horst Seehofer
- Bayr. Staatsminister Martin Zeil, Wirtschaft, Verkehr, Technologie
- Hess. Staatsminister Florian Rentsch, Wirtschaft, Verkehr, Landesentw.
- DB Netz AG 1.Vorstandsvors. Frank Sennhuhn
Deutsche Bahn AG Rüdiger Grube

Die Gemeinden
Biebergemünd, Flörsbachtal, Mittelsinn, Burgsinn, Aura, Fellen
Stadt Aschaffenburg

Landratsamt Main – Spessart  Landrat Thomas Schiebel
wurden gebeten ihrerseits eine Stellungnahme gegen eine evtl.  Trasse durch den Nordspessart abzugeben.

Mit der Einladung an die Naturschutzverbände wurde ebenfalls gebeten  eine Eingabe beim Verkehrsministerium zu machen.

11.07.2013
Veranstaltung der CDU in Jossa – Hauptreferent ist Staatsekretär R.Bomba, der maßgeblich an der Entwicklung des jetzigen Planungsstandes beteiligt ist.

10.07.2013
Treffen in Aschaffenburg mit Dr Anton Hofreiter/Die Grünen 1.Vorsitzender des Verkehrsausschußes.

5.07.2013
Die DB AG und der Hess. Staatsminister Florian Rentsch laden zu einer Info – Veranstaltung nach Gelnhausen ein.
Gleichzeitig gibt die Gemeinde Obersinn schriftlich ihre Einwände gegen ein evtl. Trasse durch den Nordspessart an Florian Rentsch, an Horst Seehofer und an die DB AG.

21.06.2013
Die Gemeinde Obersinn nimmt an einem Empfang von Landtagspräsidentin Barbara Stamm/CSU in Wzb teil und erinnert an das bevorstehende Bahnprojekt.

10.05.2013
Anfrage bei Frau Kißler DB AG nach dem Planungsstand zum ABS/NBS Projekt Hanau – Wzb/Fulda – Erfurt nach dem Umweltinformationsgesetz.

06.05.2013
Sitzung des erweiterten Vorstandes der IPS mit den Naturschutzverbänden.

10.04.2013
Seehofer sagt nein zur Mottgersspange

Bahnverkehr: Bayern fordert vom Bund Verbesserungen auf der Strecke Würzburg-Aschaffenburg, allen voran die Umfahrung des Schwarzkopftunnels im Spessart. Schon heuer soll dort Baubeginn sein. Gegen die sogenannte Mottgers-Spange werde man sich hingegen wehren, so Seehofer. Sie helfe vielleicht Hessen, hänge aber den Raum Aschaffenburg vom übrigen Bayern ab.

Artikel lesen

18.03.2013
Kreistag Aschaffenburg erlässt Resolution zum Schienenwegausbau Hanau - Fulda - Würzburg

Text: Resolution - Teil1 - Teil2

4.03.2013

Im Aschaffenburger Stadtrat wurde parteiübergreifend und einstimmig
folgende Resolution beschlossen: Artikel als .pdf laden


05.02.2013 Frankfurter Rundschau

Artikel lesen Skepsis nach Bahnkonferenz

04.02.2013 Presse-Information der ARGE Bahndreieck Spessart
Artikel lesen Variante „Mottgers-Spange“ weiterhin abgelehnt

FAZ
Artikel lesen Bahnkorridor soll ausgebaut werden

30.01.2013 Pressekonferenz der DB
Artikel lesen Ausbau (ABS/NBS) Hanau – Würzburg / Fulda

30.01.2013: Pressekonferenz des Hessischen Verkehrsministeriums und der Deutschen Bahn in Wbn
Deutsche Bahn plant Verbesserungen im Kinzigtal

(HK) Nicht nehmen ließen es sich einige Vorstandsmitglieder der Initiative ProSpessart (IPS), an der Pressekonferenz des hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Florian Rentsch sowie des Vorstandsmitgliedes der Deutschen Bahn Netz AG, Oliver Kraft, am 30. Januar 2013 in Wiesbaden teilzunehmen. Aus erstem Munde wollte die hessisch-bayerische Bürgerinitiative im Nordspessart den Startschuss zum Wiedereinstieg in die Planungen einer Aus-/Neubaustrecke Hanau-Fulda-Würzburg hören. Insbesondere das hochbelastete Kinzigtal sowie eine mögliche – wie auch immer geartete – Verbindung zur Schnellbahnstrecke Fulda-Würzburg (Nordspessart-Trasse) sind hiervon betroffen.

Als Erstes soll ein detaillierter Planungs- und Prüfungsprozess in die Wege geleitet werden, um die Voraussetzungen für die nötigen Investitionen zu schaffen. Die finanziellen Mittel für diese Planungskosten sind bereits im Haushalt eingestellt. Das Verfahren soll breit und dringend unter frühzeitiger Einbeziehung der Bürger angelegt werden, wozu alle betroffenen Verbände, Kommunen und Bürgerinitiativen gehört werden sollen.

Die bereits vor etwa 10 Jahren durchgeführten Untersuchungen von 12 Trassenvarianten mit der erstellten Raumempfindlichkeitsstudie des gesamten Gebietes zwischen Hanau-Fulda-Gemünden-Aschaffenburg sind zu aktualisieren. Grund: Inzwischen haben sich eine ganze Reihe Gesetzesänderungen und Schutzgebietserweiterungen ergeben. Auch die Möglichkeit eines viergleisigen Ausbaues zwischen Frankfurt und Fulda wird untersucht werden. Für die gesamten Trassenführungen sind zudem Bodenuntersuchungen und eine Umweltanalyse sehr wichtig. Da ein unverhältnismäßig großer Kostensprung des Schnellzug-Betriebes bei Geschwindigkeiten zwischen 250 km/h und 300 km/h entsteht, wird bei dieser geplanten Ausbau-/Neubaumaßnahme bis max. 250 km/h gerechnet, was in Zukunft auch bundesweiter Durchschnitt sein soll. Im Kinzigtal, wo Nah-, Fern- und Güterverkehr bewältigt werden müssen, hat es – abgesehen von den Problemen mit den Pendlerzügen - immer wieder auch Konflikte mit dem Güterverkehr gegeben. Hier werden im Sommer 2013 neue Untersuchungsergebnisse erwartet. Ferner soll der derzeitige Neubau des Schwarzkopf-Tunnels bei Heigenbrücken auf der Strecke Hanau – Würzburg zu Entlastungen des Güterverkehrs im Kinzigtal beitragen.

Aufgrund der nun anstehenden Planungen und Aufgaben ist mit einer Realisierung des gesamten Projektes frühestens Mitte der 2020er Jahre zu rechnen. Auf die Frage nach den zu erwarteten Kosten legte sich O. Kraft nicht fest; dies sei abhängig von den Planungsergebnissen. Zahlen von 2 – 3 Mrd. € waren einmal im Bundesverkehrswegeplan genannt, wobei man heute alleine eine Inflationsrate von 25 % für 10 Jahre berücksichtigen muss.

Auf die Frage nach der Koordination/Kooperation dieses länderübergreifenden Projektes antwortete der hessische Verkehrsminister, dass mit Bayern Einigkeit über die Beseitigung des Engpasses bestünde. Der DB-Vertreter wies zudem darauf hin, dass die seither nur als „Arbeitstitel“ benutzte Bezeichnung „Mottgersspange“ auf den neuen Grafiken entfernt sei. Die IPS war diesbezüglich in Berlin vorstellig geworden, da dieser Arbeitstitel bereits der Vorfestlegung einer bestimmten Trasse gleichkam.

Auch wenn die Medien bereits davon sprechen, dass die Deutsche Bahn die alten Pläne zum Bau der „Mottgersspange“ wieder aus der Schublade hole, wird die Initiative ProSpessart Wert auf ein ergebnisoffenes Untersuchungsverfahren legen. Sämtliche Kriterien zum Schutz von Mensch, Tier- und Pflanzenwelt, Landschaft, Ressourcen incl. Heilquellen und Erholungswert müssen im Nordspessart genau beachtet werden. Statt der Bündelung von Verkehrswegen würde der Bau einer Schnellbahntrasse durch den Nordspessart die Vernichtung einer wertvollen Naturlandschaft zu Folge haben. Auch die vor 10 Jahren errechnete minimale Zeitersparnis ist durch die o. g. Geschwindigkeitsbeschränkung nicht mehr gegeben. Bei den Untersuchungen wird es also auch auf das Ergebnis einer ehrlichen Kosten-/Nutzen-Rechnung ankommen, wobei durch die Geländeformationen teure Tunnel- und Brückenbauten stark ins Gewicht fallen würden.

Initiative ProSpessart/Helga Koch


Was bringt eine neue ICE-Trasse durch den Nordspessart für die Region Main-Kinzig?

Unter diesem Motto veranstaltete die Initiative Pro Spessart (IPS) am 4. Oktober 2012 eine offene Bürgerdiskussion im Bürgerhaus Biebergemünd-Kassel. Als Referent war Christian Behrendt vom Fahrgastverband Pro Bahn eingeladen. Seine Ausführungen zum Sachstand ‚Bahndreieck Frankfurt - Fulda - Würzburg‘ mit Fotos und Grafiken stießen auf großes Interesse der zahlreich erschienenen Bürger aus allen Städten und Gemeinden des Kinzigtales und des Nordspessart. Begrüßen konnte 1. Vorsitzender Rainer Schreiber auch den Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Tauber und den Kreisbeigeordneten des Main-Kinzig-Kreises, Dr. André Kavai, sowie zahlreiche Bürgermeister der Region. Nach den Irritationen um die Nordspessart-Trasse (auch Mottgersspange genannt) erwartete man Antworten über die Pläne der Deutschen Bahn AG hinsichtlich Streckenausbau, Varianten, Verbesserungen bei den Bahnhöfen und Verkehrsentwicklung.

Christian Behrendt stellte zunächst fest, dass ein notwendiger Streckenausbau, sowohl beim Personen- als auch beim Güterverkehr, im mittelhessischen Raum gem. Bundesverkehrs-wegeplan (BVWP) aus dem Jahr 2003 bisher nicht stattgefunden hat. Bei Zukunftsplanungen muss vermehrt der Energieverbrauch in Betracht gezogen werden (Endlichkeit der Ölreserven). Bei Ausbauten im Bahndreieck Spessart sind lt. Behrendt ab Wirtheim theoretisch mehrere Varianten möglich: 4 im Kinzigtal und die Mottgersspange. Dabei spielt auch das Ziel eine Rolle, Verkehrsströme zu entmischen (ICE-, Güter- und regionaler Personenverkehr). Aschaffenburg besteht weiterhin auf der Beibehaltung des ICE-Haltes genau wie Hanau, das eingebunden bleiben will. Bei Streckenaus- und -neubauten werden heute aufgrund der Wirtschaftlichkeit auch Kapazitäten für den Güterverkehr eingeplant.

Anschließend ging Chr. Behrendt näher auf den derzeitigen BVWP ein. Der nächste steht für 2015 an (Bundestagswahlen 2013). Bei der Strecke Frankfurt - Fulda wird ein Ausbau auf 4 Gleise angestrebt. Die Fragen aber, wo sie verlaufen und wie sie finanziert werden, sind nicht beantwortet. Hier blockieren sich Geldgeber und Politik selbst (wo nicht geplant wird, ist kein Geld und wo kein Geld ist, kann auch nicht geplant werden).

Ferner wurde inzwischen von der DB die in Deutschland von ICE-Zügen gefahrene Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h auf 250 km/h reduziert. D. h. die einst angeführte Fahrzeitreduzierung auf der sog. Mottgersspange ist zu hinterfragen. Für Chr. Behrendt zählt vielmehr die Frage: Wie schnell muss man überhaupt wo sein, da in Deutschland im Zeittakt gefahren wird und Anschlüsse an den Bahnknoten sichergestellt sein müssen. Auch der BVWP ist hier schwammig. Der BVWP ist hinsichtlich seiner Prioritäten in 4 Kategorien eingeteilt, wobei man um die Überlastung der Strecke Frankfurt - Fulda weiß. Der Bahnhof in Neuhof beispielsweise ist wegen der A 66 in Kategorie C. In Kat. D sind „weitere Vorhaben“ aufgeführt, welche sich in einem Vorplanungsstadium befinden, darunter nun auch die sog. Mottgersspange. - Weiterhin zählte Chr. Behrendt folgende Punkte auf:

  • Politische Prioritäten: Güter, Personal, Deutschlandtakt.

  • Der Knoten Hanau muss endlich ausgebaut werden.

  • Er visualisierte die Zeitabläufe von der Planung über das Raumordnungsverfahren (ROV) bis hin zur Realisierung.

  • Auf die Akzeptanz von neuen Trassen durch die Bevölkerung ist großer Wert zu legen.

  • Bahnhofsmodernisierungen im Kinzigtal hängen hinterher.

  • Die Modernisierungen am Bahnhof Wächtersbach (am 4.10.2012 offiziell freigegeben) haben 8 Millionen € gekostet.

  • Der Ausbau des Bahnhofs in Gelnhausen wirft vielerlei Probleme auf: Verlegung der Gleise, Verbreiterung der Bahnsteige, Verlegung der Oberleitungen usw. - Überall stehen Investitionsentscheidungen an.

  • Die sog. Mottgersspange ist - entgegen früheren Annahmen - nicht günstiger.

  • Durch eine Entscheidung zugunsten Mottgersspange würde das untere Kinzigtal zusätzlich belastet.

  • Auf einer Mottgersspange sollen dann auch (theoretisch) Güterzüge fahren, die dann jedoch nur eine Geschwindigkeit von 80 … 100 km/h erreichen können. Es wäre ein mit zusätzlichem Zeitaufwand verbundener Umweg.


Stellungnahme Dr. Tauber

Auch er war zunächst über die Äußerungen des Staatssekretärs aus dem Bundesverkehrsministerium, Dr. Rainer Bomba, Steinau, entsetzt, sieht diese aber auch positiv, nämlich als Anstoß für eine breite Diskussion. Eine Antwort auf die Bevorzugung einer Trassenvariante konnte und wollte Dr. Tauber nicht geben. Zuvor müssten Experten Sachfrage klären, z. B. über Kosten und Sinnhaftigkeit.


Stellungnahme Dr. Kavai

Er stellte fest, dass Bahn- und Verkehrsprojekte in Deutschland Generationenprojekte sind.

Er machte deutlich, dass der BVWP unterfinanziert ist, selbst einige Projekte in Kategorie B. Hessen spielt beim Verkehr in Deutschland alleine von der Lage her eine wichtige Rolle, ist verkehrsmäßig aber nicht entsprechend ausgestattet.

Dr. Kavai machte deutlich, dass der Titel „Mottgersspange“ im BVWP und in der Antwort des Bundestages auf eine ‚Kleine Anfrage‘ der bayerischen Grünen-Politiker lediglich ein Arbeitstitel und keine Vorfestlegung auf eine Trasse ist. Es muss also ein ergebnisoffenes Verfahren geben, wozu erst das ROV Klarheit schafft. Bis etwas Konkretes hinsichtlich Ausbau/Neubau passiert, werden wir das Jahr 2030 schreiben.


Dr. Tauber appellierte, dass wir uns nicht zurücklehnen, sondern darauf einstellen, d. h. agieren und nicht warten, bis geplant wird. Derzeit erkennt er keine aktuellen Planungen.


Diskussion

Auf die Frage aus dem Publikum, wofür die IPS steht, antwortete R. Schreiber, dass die Spessart-Trasse einfach keinen Sinn macht. Er nannte Gründe hierzu und stellte schließlich fest: Die IPS lehnt die sog. Mottgersspange ab.

Auf die Frage, ob die IPS hierbei politische Unterstützung hat, antwortete Chr. Behrendt, dass die DB schon vieles im Vorfeld (also vor einem ROV) klärt. Bei solchen Projekten schaut man besonders auf politischen Widerstand oder auch, ob es sich um Prestige-Objekte handelt. Beides sollte nicht sein - fachliche Argumente sollten gelten. Behrendt appellierte an eine Zusammenarbeit der hessischen und der bayerischen Stellen, da auch das ROV gemeinsam erstellt wird.

Dr. Kavai: Es muss ein offenes ROV sein. Dabei handelt es sich immerhin um eine Investitionssumme von 3,1 Mrd €, die sich jedoch ständig ändert. Außerdem gibt es ohne den Ausbau der Kinzigtal-Bahn keinen Lärmschutz und keinen Ausbau von Bahnhöfen.

Behrendt: Mehr Klarheit wird für 2015 - nach der Bundestagswahl - angekündigt. Der Ausbau des Bahnhofs in Aschaffenburg hat 50 Mio € gekostet. Es gibt keine Kooperation  jeder konkurriert um ICE-Halte, auch Hanau und Fulda.

Rainer Loos von der IPS verwies auch auf eine nötige Umweltverträglichkeitsstudie und stellte fest, dass die sog. Mottgersspange aus ökologischer Sicht nicht vertretbar ist.

Behrendt: Man sollte die Strecke Frankfurt - Fulda in einem Stück planen und in Abschnitten ausbauen.

Helga Koch, IPS